Kärnten Airport heizt mit Regionalwärme

Am Kärnten Airport wurde mit dem Ausbau der alten Ölheizung und der Umrüstung auf erneuerbare Energieträger auf Basis Biomasse eine maßgebende Richtungsänderung zur Schonung der Umwelt gesetzt.

Bei der Projektvergabe wurde von Seiten des Flughafens besonderes Augenmerk auf Regionalität, Qualität und Zuverlässigkeit gelegt. Mit unserer Unternehmensgruppe wurde hinsichtlich dieser hohen Anforderungen ein Projektpartner gefunden und wir sind sehr stolz darauf dieses Projekt umsetzen zu dürfen. Von der Detailplanung bis hin zur einwandfreien Inbetriebnahme wurden sämtliche Prozesse vom Team der Regionalwärme bewerkstelligt. Der Kesseleinbau, unter der organisatorischen Leitung von Stefan Grumet erfolgte dank der einwandfreien Koordination aller beteiligten Partner nahezu in Rekordzeit - und zur absoluten Zufriedenheit des Auftraggebers!

Kurze Information zum Projekthintergrund:

Die bisherige Wärmeversorgung am Flughafen Klagenfurt erfolgte durch Heizöl leicht. Der jährliche Ölverbrauch lag in etwa bei rund 400.000 Liter Heizöl! Ein Umstieg auf erneuerbare Energieträger war dem Kärnten Airport ein dringendes Anliegen und soll sowohl für die Stakeholder, Interessensgruppen als auch in der Bevölkerung ein deutliches Zeichen zur Reduktion des Ressourcenverbrauches und zur nachhaltigen Sicherung der Lebensqualität unserer Landeshauptstadt setzen. Der jährliche CO2 Ausstoß lag bei rund 1440 Tonnen pro Jahr. Durch den Umstieg auf erneuerbare Energieträger kann somit ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der Umwelt erzielt werden - eine vergleichbare Einsparung könnte ebenso mit der Umrüstung von ca. 600 Wohnungen von Öl auf Biomasse erzielt werden !

Der bestehende Ölofen inklusive der gesamten technischen Vorrichtungen und des Öltanks wurden demontiert. Innerhalb eines Tages wurde der neue, 20 Tonnen schwere Pelletskessel überstellt und im vorgesehenen Heizraum des Flughafens eingebracht. Im Außenbereich wurde eine Doppelstockcontaineranlage zur Bevorratung des notwendigen Rohstoffes errichtet. Das Fassungsvermögen des Containers beträgt in etwa 45-50 Tonnen von nachhaltigem, CO2 neutralen Rohstoff (Pellets) und wird zurzeit einmal wöchentlich befüllt. Erwähnenswert ist neben der schnellen Umsetzung die Tatsache, dass während des gesamten Umsetzungszeitraums von 3 Wochen die Wärmeversorgung des Flughafens zu jedem Zeitpunkt zur Gänze gewährleistet werden konnte.

Der 1000 kW Kessel ging mit 15 November 2018 in Betrieb. Über eine installierte online Visualisierung werden sowohl die Rohstoffversorgung als auch der reibungslose technische Betrieb der Anlage 24 Stunden täglich überwacht und gewährleistet. Die „Testbetriebsphase“ wurde einwandfrei bewerkstelligt, womit einem kalten Winter nichts mehr im Weg steht.